Sonntag, 30. November 2025 | 17 Uhr
Eintritt 15 Euro, erm. 12 Euro
Pago Balke liest, singt und spielt die humorvolle Geschichte von Friedrich Wolf: Der Opernsänger Luitpold Löwenhaupt bringt für das Weihnachtsfest eine lebende Gans mit, die nach seinem Wunsch natürlich geschlachtet werden soll. Leider verlieben sich seine Kinder in das schöne Tier . . .
Pago Balke hat im Haus am Markt noch ein paar eigene Spezialitäten im Gepäck. Gutes zu Weihnachten, Lieder mit Biss und wie immer viel Satire.
Bitte anmelden unter
04252 9092 513
Christiane Palm-Hoffmeister (Autorin, Kabarettistin, Künstlerin) und Christoph Noack bieten nach zahlreichen Aufführungen in Bremen und umzu ihre szenische Lesung nun in Bruchhausen-Vilsen an:
Sonnabend, 25. Oktober 2025 um 19 Uhr
"Ende gut! Alles!?" - Erfahrungen einer Nachkriegskindheit in den zerstörten Städten Berlin und Bremerhaven. Fundiert recherchiert, illustriert die Autorin die mühsame aber glückliche Befreiung des Kriegskindes aus der Enge der Fünfzigerjahre. Die Lesung erzählt von der mutigen Familie, der Verdrängungen der Kriegserfahrungen, der Bewältigungskräfte der Nachkriegszeit. Es ist aber auch die Geschichte einer großen Liebe in der Kriegszeit, die zu einem Kaleidoskop der politischen Umstände unter der NS-Herrschaft wird: Das Schicksal einer unehelichen Mutter und eines Richters am Volksgerichtshof in Berlin beleuchten weit mehr als nur ein privates Schicksal.
Sonnabend, 18. Oktober 2025 | 19 Uhr
Eintritt frei
Wie früher beim Schulaufsatz: Einmal im Monat schreiben Ingo Behne (Berlin), Ramona Waterkotte (Mainz), Klaus Unger (Schwerte), Gregor Renker (Mülheim / Ruhr) und Eckart Müller (Schweringen) zu einem gegebenen Thema und zeitgleich je eine eigene Geschichte. Die fünf Mitglieder dieses Schreibringes sitzen nicht im selben Raum, sondern in ihren Heimatorten, zusammengeschaltet in einer Videokonferenz. Nach anderthalbstündiger Schreibzeit tragen alle ihre kurzweiligen Geschichten über Kamera und Mikrofon vor, tauschen sich dazu aus, fragen nach, kritisieren und loben viel, bis die Drähte glühen. Zwei Mitglieder dieses Schreibringes haben eine persönliche Verbindung in unsere Samtgemeinde - so ist der Auftritt im Haus am Markt entstanden. Die fünf Geschichten zu dem Motto der Lesung sind extra für diesen Abend entstanden.
Drei Geschichten zu "Ein Bruchhausen-Vilsen, das es nicht gibt" können Sie hier lesen:
Wie Bruchhausen-Vilsen zu seinem Namen kam (Ingo Behne)
Wie wohl jedermann und jede Frau weiß, lockt der Fremdenverkehrsverein von Bruchhau-sen-Vilsen schon seit vielen Jahren Touristinnen und Touristen aus aller Welt mit jener sa-genhaften Begebenheit, die dem Ort angeblich seinen Namen verschaffte. Diese Geschichte geht ungefähr so:
In uralten Zeiten, da das Wünschen noch geholfen hat, wirkte auf einem Flecken südlich von Bremen ein Tiefbauer mit Namen Heinrich. Seine Frau, mit der er mehr schlecht als recht in einer kleinen, kärglichen Hütte lebte und eine nur mäßig glückliche Ehe führte, hieß Vilse . . . weiterlesen
Der Städtetag (Klaus Unger)
Schon morgens kroch die Nervosität langsam in mir hoch. Ich sah mich im Spiegel und malte mir aus, wie das sein würde, wenn mich nachher auf dem Städtetag so ein Großkotz wie Hamburg und Stuttgart anquatscht „Anoi, wer bischtn du?“ – wie soll ich da antworten fragte ich mich: „Gestatten, Bruchhausen-Vilsen“ – viel zu gestelzt; „Hallo Stuttgart, ich bin Bruchhausen-Vilsen, aber du kannst Bruchi zu mir sagen“ – viel zu anbiedernd, geht gar nicht. So verbrachte ich eine halbe Ewigkeit vorm Spiegel und übte mich so vorzustellen, dass nie-mand Verdacht schöpft. Am Ende hatte ich es so oft gemacht, dass ich selbst nicht mehr wusste, ob sich das jetzt noch natürlich anhört oder nicht . . . weiterlesen
Bruchhausen-Vilsen 1986 (Gregor Renker)
Guiseppe Frosinini. Jeden Freitagabend Pflichttermin. Ristorante Frosinini. „Ein Besuch bei Frosinini ist etwas Besonderes,“ sagt Vater jeden Freitag. „Frosinini ist nicht einfach irgend-eine Pizza-Bude, das ist eine Institution…“ Für Vater das Highlight jeder Woche und deshalb ein gesellschaftlicher Pflichttermin für die ganze Familie. Die 500 Meter rüber in die Braut-straße werden natürlich nicht gelaufen. „Wofür haben wir denn den Wagen?“ Also alle rein in den Baby-Benz, Mama mal mit Absätzen und die lieben Kinder gebadet und gescheitelt, ich mit Cord-Sakko. Denn: Freitagabend bei Frosinini konnte auch schonmal Henning Scherf aufschlagen. Bremer Royalty sozusagen . . . weiterlesen
Sonntag, 6. April 2025 | 17 Uhr
Eintritt 15 Euro
Pago auf Wunsch
Die Gäste bekommen ein Buch in die Hand, dürfen darin stöbern und sich dann aus den 80 Titeln ein Stück wünschen. Niemand weiß also so recht, wie der Abend ausgeht. Das Buch ist eine Sammlung von
Pago Balkes satirischen Liedern und Kabarettszenen. Aktuelles und Historisches steht nebeneinander, versunkene Perlen und brandheiße Hits werden zu hören und zu erleben sein.
Bitte anmelden unter
04252 9098 326
Samstag, 29. März 2025 | 19 Uhr
Eintritt frei
Wann geht es mit der Gartenarbeit eigentlich richtig los? Im März, im April oder erst im Mai, wenn keine Nachtfröste mehr drohen, aber die empfindsamen Rosen der Liebe mit ihren Dornen? Solche Überlegungen hat ein echter Gartenfreund natürlich nicht! Für den ist das ganze Jahr Gartenzeit, und er oder sie kennen keinen Stillstand! Das sagt jedenfalls Karel Capek.
Mit Humor durch das Gartenjahr! Seit 1929 erfreut sich Čapeks Bestseller „Das Jahr des Gärtners“ ungebrochener Beliebtheit. Christiane Palm-Hoffmeister: „Zwei Gewächse sind es vor allem, die
Karel Čapek in seinem literarischen Garten hegt und pflegt - den Humor und die Ironie. Sie verströmen heitere Gelassenheit und machen uns zu Sympathisanten des gärtnernden Teils der
Menschheit.“
Sonntag, 23. März 2025 | 15 Uhr
Wolfgang Bullerdiek liest aus seinen beiden Gedichtbänden „Keine Liebe als diese Traurigkeit“ und „Hat Dich die Liebe gesättigt“ sowie aus seinem Roman „Königsberg“.
Der erste Gedichtband schildert Erfahrungen, Gedanken, Träume des Autors von der Schulzeit bis ins Pensionsalter, der zweite die gleichen Aspekte im mittleren bis hohen Alter. Themen sind Identität, Alter, Krankheit, Tod, Zukunft, Hoffnung. Der Roman behandelt den Lebenskampf eines Mannes, der bei der Flucht aus Königsberg 1945 seine Mutter verliert, deshalb (angeblich) immer wieder straffällig wird, bis ihm – nach einem Traumerlebnis – eine radikale Umkehr zu gelingen scheint, die ihn bis in seine Heimat ins heutige Kaliningrad führt. Der Roman beginnt bei einer realen Geschichte und bei den Erfahrungen des Autors als Betreuer in Oslebshausen, ist im weiteren Verlauf jedoch frei erfunden.
Freitag, 14. März 2025 | 19 Uhr
Eintritt frei
"Hast du jemals das Gefühl gehabt, in einer
Welt zu leben, die dir fremd ist, eine Welt,
die deine Fragen nicht beantwortet und
deren Sprache du nur schwer verstehst?
Sich das vorzustellen, fällt einigen
Menschen nicht sonderlich schwer, denn
es beschreibt ihre Realität. Die Rede ist von
Menschen im Autismus-Spektrum. Doch
ihre Welt ist nicht weniger reichhaltig oder
bedeutsam, nur anders."
Corinna Anne Hoffmann, 24 Jahre alt, ist Autistin. Ihre Erfahrungen – dazu gehören Mobbing und Gewalt, aber auch das
Ringen um Selbstakzeptanz mit der Diagnose Autismus - hat sie in ihrem Buch und in
künstlerischen Projekten verarbeitet.
Hier stellt sich die Autorin selbst vor.
Sonntag, 15. Dezember 2024 | 18 Uhr
Martin Heller, geboren 1964, beschreibt in seinem Buch sehr persönlich seine Lebensgeschichte. Vom Jugendlichen, der den ersten Kuss, die erste Liebe erlebt. Eine ganz normale Biografie, bis ihn 1990 während seines Architekturstudiums in Bremen schlagartig eine Todesangst überfällt, die nicht mehr verschwinden will, sondern über viel Jahre bleibt. Eine Angst ohne erkennbaren Grund, an der 12 Millionen Menschen in Deutschland leiden. Erst nach vielen Jahren begegnet Martin Heller durch Zufall der tatsächlichen Ursache dieser Angst. Sie liegt in einem generationenübergreifenden Trauma – nicht in seiner eigenen, sondern in der Vergangenheit seines Vaters, in dessen Kriegserlebnissen.
An diesem Abend wird Martin Heller offenbaren, warum dieses Buch entstanden ist und was an Verborgenen zu entdecken ist. Es wird jedoch trotz des dunklen Themas ein Heller-Abend, ja ein heller Abend werden.
Donnerstag, 21. November 2024 | 19 Uhr
Ratlos voll Hoffnung am Rande des Abgrunds
Peter Henze stellt das Thema seines Soloabends selbst vor:
"Die weltweiten Treibhausgasemissionen sind laut einem UN-Bericht im vergangenen Jahr auf einen Höchststand gestiegen. Bereits im vergangenen Jahr war für den Anstieg von 2021 auf 2022 ein Rekordwert an Emissionen mit einem Zuwachs um 1,2 Prozent verzeichnet worden. Nun sei der Wert von 2022 auf 2023 noch einmal um 1,3 Prozent gestiegen.“ (Quelle: www.Tagesschau 24.10.2024). So lautet ein UN-Bericht kurz vor der nächsten Weltklimakonferenz – eine von unzähligen Meldungen zur dramatischen Lage des Klimas – neben all den anderen, die von Kriegen und neuen Corona-Varianten berichten.
Ja, die Welt ist in Aufruhr: die Krisen sind bekannt: Bekannt sind auch die Ursachen. Auch die Lösungswege. Warum geschieht nichts Entscheidendes? Alle Krisen haben die gleichen Ursachen. Sie liegen im Zeitalter des Anthropozäns. Dass „alles mit allem“ zusammenhängt, wird gern übersehen . . . [weiterlesen]
Eintritt: 7 €, 10 €, 15 €
Bitte vorbestellen:
04253 92011 und [email protected]
Sonntag, 17. November 2024 | 18 Uhr
Barbara Hache & Axel Hillmann lesen „Die Panne“ mit Unterstützung von Handpuppen.
Der Vertreter Alfredo Traps hat eine Autopanne. Weil kein Hotelzimmer im Dorf mehr frei ist, muss Traps in der Villa des ehemaligen Richters Werge übernachten. Er trifft auf eine Herrenrunde pensionierter Juristen und wird zu feinem Essen und Trinken dazu geladen. Die vier Pensionisten spielen an diesem Abend, nicht zum ersten Mal Gericht. Traps wird eingeladen, als Angeklagter mitzuwirken, gern nimmt er angesichts der gemütlichen und sympathischen Runde an. Etwas unheimlich wird es im Laufe der Verhandlung schon, doch Traps fühlt sich unangreifbar unschuldig. Für dieses Hörspiel von 1956, das auch als Erzählung und in einer Fernsehfassung vorliegt, hat Dürrenmatt den renommierten „Hörspielpreis der Kriegsblinden“ erhalten. Im Laufe des Abends wird deutlich: „Gestehen muss man, ob man will oder nicht, und zu gestehen hat man immer was“. Neun Rollen, verteilt auf zwei Vortragende – so wird Dürrenmatts Justizkomödie an diesem Abend im Haus am Markt lebendig. Dass dabei das Lachen mitunter im Halse stecken bleibt, wird in Kauf genommen.
Freitag, 27. September 2024 | 19 Uhr
Die Schwestern Dorothea und Lewine kommen in den 20er Jahren in Duddenhausen bei Hoya in einem Bauernhaus noch bei Kerzenlicht auf einem strohgefüllten Leinenbezug zur Welt. Hier nimmt das Schicksal für Dorothea und Lewine seinen Anfang. Die Schwestern führen das typische Leben von Landfrauen - ohne Recht auf
das Hoferbe, ohne Rechte als Frau im Allgemeinen.
Dorotheas Pflicht als älteste Tochter ist es, Lewine und die beiden jüngeren Brüder mit aufzuziehen. Während sie auf dem Hof bleiben muss, verlässt Lewine früh ihr Zuhause und entscheidet sich für ein Leben als ebenso rechtlose Ehefrau und Mutter. So gewöhnlich diese Biografien für Landfrauen
in dieser Zeit erscheinen, so untypisch und bemerkenswert gestalten diese beiden starken Frauen ihre unterschiedlichen Lebenswege in der von Männern dominierten Welt der
Landwirtschaft, der Arbeitswelt und der Ehe.
Eberhard Hasper hat über seine Mutter Lewine und seine Tante Dorothea ein Buch geschrieben, das eindrückliche Einblicke in das Leben der beiden Schwestern gewährt - gerade auch vor dem geschichtlichen Hintergrund. Lewine Hasper etwa hat sich in Hoya engagiert: Sie hat dort in den 70er Jahren die Lebenshilfe aufgebaut. In privaten Dokumenten, Briefen, Bildern und Zeitzeugen-Interviews nimmt Eberhard Hasper seine Leserinnen und Leser mit in zwei ungewöhnliche Biografien – von der Kindheit bis zu Sterbeprozess und Tod.
Snacks und Getränke stehen im Haus am Markt bereit.
Freitag, 24. Mai 2024 | 19 Uhr
Die ehemalige Grundschullehrerin Heidi Kasper (Literaturtage Martfeld) liest ein Märchen aus schrecklichen Zeiten – von einer Zeitzeugin neu erzählt. Das Potpourri aus eigenen und „entliehenen“ Texten deckt auf, was hinter einem bekannten Märchen wirklich steckt.
Die spannende Geschichte eines Mädchens, das von klein auf im Verdacht steht, eine Hexe zu sein: Mal düster und brutal, mal lustig und skurril, gibt das Märchen einen Einblick in das Leben im 30-jährigen Krieg.
Die Lesung ist nicht für Kinder unter 12 Jahren geeignet.
Snacks und Getränke
Sonntag, 25. Februar 2024 | 15 Uhr
Lina Kostenko ist die bekannteste ukrainische Lyrikerin des 20. und 21. Jahrhunderts, sie "ist die Galionsfigur der ukrainischen Autor*innengeneration der 1960er Jahre, der sogenannten Šistydesjatnyky, und bis heute eine moralische Autorität der ukrainischen Kultur und Gesellschaft." (TransLit)
Olena Bogdanova aus Charkiw (seit März 2022 mit Familie in Bruchhausen-Vilsen) und Axel Hillmann (Literaturtage Martfeld) lesen eine Auswahl der besten und schönsten Gedichte auf Ukrainisch und Deutsch.
Snacks und Getränke
4. Dezember 2023 | 19 Uhr
Der Verlag Kleine Fische aus Bruchhausen-Vilsen veranstaltet im Haus am Markt die Lesung einer Autorin: Nora Römer liest aus ihrem Buch "Mein Sehnen kennt den Weg".
Der
Verlag erhebt eine Eintrittsgebühr (5 Euro), die an LEBENSWEGEBEGLEITEN für das Haus am
Markt gespendet wird.
Snacks und Getränke
Lebenswege begleiten e. V.
Am Marktplatz 1
27305 Bruchhausen-Vilsen
04252 9092 513
Homepage des Vereins
